Albertplatz
Als Verbindung von vier Hauptstraßen und sechs Nebenstraßen, eingefasst von drei Baumreihen und villenartiger Bebauung galt dieser Platz in der Mitte des 19. Jh. als schönster Platz Deutschlands.
Benannt wurde der Platz nach König Albert von Sachsen. Er regierte von 1873 bis zu seinem Tode 1902.
[Bearbeiten] Geschichte
Nach der Entfestigung der Neustadt und dem Abriss des Bautzner Tores (1811) wurde der Platz nach den Entwürfen von Gottlob Friedrich Thormeyer ab 1817 angelegt. 1829 wurde er in Bautzner Platz benannt, jedoch hielt sich der alte Name „Am Schwarzen Tore“. Der Artesische Brunnen wurde 1832/36 durch Bergleute angelegt.
Nach dem Einzug der sächsischen Truppen aus dem Deutsch-Französischen Krieg unter ihrem Befehlshaber Kronprinz Albert am 11. Juli 1871 wurde der Bautzner Platz in Albertplatz umbenannt[1]. Ein Umbennung führte laut Anordnung Nr. 9 der Stadtverwaltung am 30. Juli 1945 zum Namen Platz der Roten Armee, wozu am 25. November 1945 am Platz das "Sowjetische Ehrenmal für die gefallenen Helden der Sowjetarmee im Zweiten Weltkrieg" eingeweiht wurde, das 1994 zum Olbrichtplatz in der Albertstadt in den Park vor dem Militärhistorischem Museum der Bundeswehr umgesetzt wurde.
Schon ein dreiviertel Jahr nach der Umbenennung in "Platz der Roten Armee" wurde vom Stadtrat eine Namenänderung in Platz der Einheit, anlässlich der Vereinigung von KPD und SPD zur SED, vorgenommen. Am 18. Oktober 1991 bekam er seinen traditionellen Namen zurück. In Übigau gab es auch einen Albertplatz, der nach der Eingemeindung 1904 in Mengsplatz umbenannt wurde.
Heute wird der Platz von einer riesigen Platane dominiert, die unter Naturschutz steht. Davor findet der aufmerksame Besucher ein Fußbodenmosaik mit der Inschrift Khalil Gibrans: "Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schrieb". Weiterhin befinden sich hier zwei historische Zwillingsbrunnen und das Erich-Kästner-Denkmal.
[Bearbeiten] Gebäude
- Artesischer Brunnen nach einem Entwurf von Hans Erlwein
- Villa Eschebach
- Rundbrunnen Stilles Wasser und Stürmische Wogen (Robert Diez)[2]
- Hochhaus am Albertplatz
- Wartehäuschen Albertplatz
sowie ehemalige Bauten:
- Albert-Theater (1945 zerstört)
- Pfarrkirche St. Franziskus Xaverius
[Bearbeiten] Quellen
- STADTLEXIKON Dresden A-Z, Verlag der Kunst Dresden 1998, ISBN 3-364-00304-1
- Das NAMENBUCH der Straßen und Plätze im 26er Ring, Hg. Stadtmuseum Dresden 1993, ISBN 3-930195-01-1
- ↑ HANTZSCH, Namenbuch der Straßen und Plätze Dresdens, 1905, S. 2
- ↑ Diez, Robert: Stilles Wasser. Monumentalbrunnen auf dem Albertplatze zu Dresden