Gimel Berger
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Gimel Berger oder Bergen war Hofbuchdrucker seit 1567[1]. Sohn des niederländischen Buchdruckers Adam de Monte in Nürnberg (+ 1561). In Dresden hatte er in der Moritzstraße sein Domizil.
- 1578, 15. Dezember: er habe die 6000 bestellten Expl. der Konkordienformel trotz 4 Pressen nicht geschafft, erbötig, die Hälfte, aber ohne Titelblatt, in Leipzig drucken zu lassen
- 1579: Gimel Berger und Mathes Stöcker erhalten auf die formula concordiae ein Privilegium auf 2 Jahre, Nachdruck bei 500 Tlr. Strafe und Verlust der nachgedruckten Expl. verboten
- 1580: Vorwurf, er sei beim Druck säumig und drucke andere Sachen dazwischen. Befehl, schriftl. Verteidigung einzureichen
- 1580, 28. März: Verteidigung
- Paul Vogel war Inspektor der Druckerei, Dr. Jacobus Schwager Bergers
- der Arbeiter Morgenroth verklagte Berger wg. ungenügender Besoldung
- 1580, 28. Mai: Entwurf einer Druckereiordnung (Bücher und Notendrucke sollen sehr sauber und scharf sein)
- 1587: druckt er eine Ansicht der Stadt Dresden[2]
- 1588: Druck von Daniel Wintzenberger: Beschreibung einer Kriegs-Ordnung, zu Roß und Fueß, sampt der Artalerey und zugehörigen Munition von einem Wolgebornen Edlen Herren und wolerfahrnen Obristen, welcher seinen trewen Rath etlichen hohen Potentaten, so ihn darumb ersucht, schrifftlich mitgeteilet hat ... Dreßden 1588 VD16 W 3555
- 1593: Dresdner Gesangbuch 2 Teile mit mehrstimm. Tonsätzen von Rogier Michael
- 1630, 6. Juni: Hofbuchdrucker Gimel Bergen wird für den Druck von je 300 Exemplaren der Ballette "von den zweien Hirten" und "von den Waldgöttern" bezahlt[3]
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ Archiv f. Sächs. Gesch. Bd. 11, S. 215 ff (Miscellen)
- ↑ REHSCHUH, Günther: Die ersten Ansichten der Stadt Dresden, in: Sächsische Heimatblätter 1/1960
- ↑ FÜRSTENAU, Moritz: Zur Geschichte der Musik und des Theaters am Hofe zu Dresden, Dresden 1861, S. 102