Kino in der Fabrik
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Eröffnet am 16. März 2006, ist das Kino in der Fabrik (KIF) das jüngste Programmkino Dresdens und das einzige Filmtheater mit täglichem Spielbetrieb im Westen der Stadt. Das Kino bietet insgesamt 308 Plätze in drei Sälen namens K, I und F (158, 101, 49 Plätze).
Auf dem wöchentlich wechselnden Spielplan stehen hauptsächlich aktuelle europäische und amerikanische Programmkino-Filme sowie Kindervorstellungen am Wochenende und in den Schulferien. Regelmäßig stellen Regisseure und/oder Hauptdarsteller ihre Werke bei einer Premiere vor. In der losen Reihe „Fundsachen“ werden ältere Filme wiederaufgeführt, die thematisch zu aktuellen Produktionen passen. Seit der Schließung des Metropolis Ende 2009 laufen auch Bollywood-Filme im KIF. Einmal monatlich vertont ein Pianist im „Schwarzen Salon“ live Stummfilmklassiker. In dem ehemaligen Theatersaal werden außerdem Filmreihen zu speziellen Themen (seit November 2009), Lesungen und Theateraufführungen angeboten, das „Frühstück bei KIFfany’s“ serviert sowie Konzerte und Tanzabende mit wechselnden DJs veranstaltet. Für sein herausragendes Jahresfilmprogramm und Kinder- und Jugendfilmangebot erhielt das KIF 2008 und 2009 Kinoprogrammpreise des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM).
Die APO Filmtheater GmbH Dresden mit Conny und Frank Apel, Wolfhard "Wolle" Pröhl (Casablanca) und Stefan Ostertag (Schauburg, Schulkino) als Gesellschaftern betreibt das private Kino. Als Theaterleiter war im ersten Jahr Georg Flade eingesetzt, der anschließend ins Metropolis wechselte; seit 2007 fungiert Geschäftsführerin Conny Apel auch als Theaterleiterin.
Die Kinoräume befinden sich in der ersten Etage eines Gebäudekomplexes an der Tharandter Straße, in dem seit den 1950er Jahren der VEB Kupplungs- und Triebwerkbau seinen Sitz hatte. Im Jahr 1990 entdeckte das Staatsschauspiel die leer stehenden Räume im Löbtauer Indutrieareal und richtete darin zwei Probebühnen ein, weil das Schauspielhaus saniert wurde. Das Theater in der Fabrik (TIF) als Experimentierbühne mit 100 Plätzen öffnete am 3. Oktober 1993. Zunächst führte Volker Metzler das Haus, später übernahm Eva Johanna Heldrich die künstlerische Leitung. Bühne und Zuschauerraum befanden sich im heutigen „Schwarzen Salon“; unter Eva Heldrich fanden Aufführungen auch auf den Probebühnen statt. Das TIF erarbeitete sich durch sein innovatives Theaterkonzept, die intensive Arbeit mit Nachwuchskünstlern und die bereichsübergreifende Organisationsform deutschlandweite Bekanntheit und Wertschätzung. Im Sommer 2004 schloss das Staatsschauspiel die kleine Spielstätte aus Kostengründen.
Ab August 2005 wurden die ehemaligen Probebühnen zu drei Kinosälen mit den dazugehörigen Vorführ- und Nebenräumen umgebaut und das Foyer neu gestaltet. Die G.N.b.h. Architekten Benjamin Grill und Hendrik Neumann konzipierten die Inneneinrichtung. Der geschwungene dunkelrote Tresen, farbige Filmzitate an den grauen Foyerwänden und ein futuristisch anmutender orangefarbener Gang zum großen Saal ziehen die Blicke der Besucher auf sich. Die Außenfassade des Hauses war bereits 2003 saniert worden, weil das August-Hochwasser 2002 den gesamten Gebäudekomplex, dessen Rückfront direkt an die Weißeritz grenzt, stark beschädigt hatte.
In den Vorführräumen stehen tschechische Meopta 5 XB-Projektoren; gespielt wird von sogenannten Tellern, auf denen jeweils ein kompletter Film liegt. Dies macht die früher nötigen Überblendungen und das Filmrückspulen überflüssig. Alle gängigen 35mm-Bildformate (1:1,37, 1:1,66, 1:1,85, 1:2,35) können projiziert werden, auch Beamervorführungen sind möglich. Die beiden kleineren Säle bieten Dolby-SR- und Mono-Ton, der große auch Dolby Digital.
[bearbeiten] Adresse, Erreichbarkeit und Kontakt
- KIF – kino in der fabrik
- Tharandter Straße 33
- 01159 Dresden
- Tel.: (0351) 42 44 860
- Fax: (0351) 42 44 861
- E-mail: kontakt@kif-dresden.de
Das Kino öffnet eine Viertelstunde vor dem Beginn der ersten Vorstellung.
- Ansicht „Kino in der Fabrik” auf openstreetmap.org
- Straßenbahn Linien 6, 7, 12 und Bus Linien 61, 90 bis Haltestelle Tharandter Straße, von da ca. acht Minuten Fußweg entlang der Tharandter Straße stadtauswärts
- Bus Linie 63 bis Haltestelle Clara-Viebig-Straße
[bearbeiten] Weblinks
- KIF – kino in der fabrik
- KIF bei Twitter
- Text zur Entstehung des KIF, verfasst von einem der Betreiber
- G.N.b.h. Architekten
- Kupplungswerk Dresden, Nachfolgebetrieb des VEB Kupplungs- und Triebwerkbau
- Musikvideo der Dresdner Band 3zwanzig, gedreht im KIF
- Ansicht „Kino in der Fabrik” auf openstreetmap.org mit Detailansicht
Kategorien: Kino | Bühne | Löbtau

