Luftschiff

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[Bearbeiten] Luftschiffe und Luftschiffer in Dresden

Nach den friedlichen Anfängen der Luftfahrt in Dresden mit Wilhelmine Reichard setzte sich mit der Umwandlung des seit 1911 bestehenden Königlich Sächsischen Luftschiffer-Detachements zur 3. Kompanie des Preußischen Luftschiffer-Bataillons (LB) Nr.2 in Dresden-Kaditz die gerade für Dresden so verhängnisvolle Entwicklung zur Vorbereitung auf den Luftkrieg fort. Aufgabe der neuen Einheit war die Ausbildung von Fahrbesatzungen für Lenkluftschiffe. Die Uniform der Heeresluftschiffer war die der preußischen Luftschiffer mit sächsischen Hoheitsabzeichen. Die Marineführung gründete etwa zeitgleich das Marine-Luftschiff-Detachement, das gelegentlich auch den Hafen Dresden nutzte.

Grundlage dieser Aktivitäten bildete der Bau einer Städtischen Luftschiffhalle (Doppelhalle mit dem Namen "Albert", Länge 191 Meter, Breite 56 Meter), die in Kaditz ab Oktober 1913 den Luftschiffern zur Verfügung stand. Ab April 1915 kam dazu die Militär-Luftschiffehalle (Name "Johann") mit einer Länge von 184 Metern. Bei Kriegsausbruch 1914 wurde der zivile Luftschiffverkehr eingestellt. Die Hallen und die zugehörige Gasanstalt standen nun ausschließlich dem Militär zur Verfügung. Die Verwaltung erfolgte durch eine eigene Kommandantur.

Aus der sächsischen Luftschiffer-Kompanie wurde der Königlich Sächsische Feldtrupp für Luftschiffe Nr. 14. Dieser verließ im Februar 1915 Dresden und fand bis zu seiner Auflösung im Sommer 1917 Verwendung auf verschiedenen Flughäfen in Deutschland, Ungarn und Bulgarien.

Von März 1915 bis Mai 1916 war die von Leipzig hierher verlegte Marine-Luftschiffer-Abteilung in Dresden. Ihre Aufgabe bestand in der Ausbildung von Besatzungen für neue Luftschiffe. Die Unterstützung bei Start und Landung erfolgte durch den "III. Marine-Luftschifftrupp". Die Marinesoldaten nutzten die Halle "Johann", untergebracht waren sie in der im Frühjahr fertiggestellten, benachbarten Luftschiffer-Kaserne in Übigau.

Nach Abzug der Marine-Luftschiffer-Abteilung dienten die Hallen u.a. als Reparaturwerft. So wurden hier u.a. bis Ende 1917 verschiedene Heeres- und Marineluftschiffe des Typs "P" verlängert.

Nach Einstellung der Heeresluftschiffahrt im Sommer 1917 wurde der Lufthafen mit seinen Einrichtungen der Luftschiffer-Ersatzabteilung (LEA) Nr. 6 in Dresden (Neustadt 31) zur Aufstellung und Ausbildung von Ballon-Einheiten (Feldluftschiffern) zugeordnet. Die Aufstellung dieser Einheit datiert auf den 1.März 1918. Kommandeur war Hauptmann Georg Bode (siehe biographisches unten).

[Bearbeiten] bekannte Luftschiffer mit Bezug zu Dresden

(alle mit dem Militär-St.-Heinrichs-Orden ausgezeichnet)

[Bearbeiten] das Luftschiff LZ 17 "Sachsen"

Luftschiffsystem Zeppelin - Baunummer LZ 17 - Name "Sachsen" - erste Fahrt 3.5.1913

Kurz-Biographie

2.3.1913: der spätere "Führer der Luftschiffe" (F.d.L.) Fregattenkapitän Strasser legt während einer "Sachsen"-Fahrt seine Luftschiffer-Prüfung ab. - 9./10.1913 Fahrt Baden-Oos - Wien in 9 Stunden (Führer Graf Zeppelin). - Am 19.10.1913 Landung in Schwarzenberg. - Frühjahr 1914 Umbau, ab 6.5.1914 wieder einsatzbereit. - Bis zur Mobilmachung insgesamt 419 Fahrten.

Bei Kriegsausbruch am 1.8.1914 von Leipzig nach Köln verlegt. Drei Angriffe auf Antwerpen belegt: 24.8.14, 2.9.14 und 22.9.14 (nur Angriffsversuch); möglicherweise Angriff auch am 2.10. und 8.10.1914 auf Antwerpen - Februar 1915 nach Allenstein verlegt. März/April 1915 Angriff Bialystok und Ciechanow. - 2.4.1915 Angriff Bialystok und Wilna. - Juli 1915 Angriff Bahnhof Lomza. - Ab September 1915 als Schulschiff bei der Marine eingesetzt. - Am 6.9.1916 in Düren abgerüstet.

Kommandanten

zivil - Dipl. Ing. E. A. Lehmann, Kapitän Hacker

militärisch - Leutnant z.S. d.R. E.A. Lehmann, Hauptmann George, Oberleutnant Scherzer

Lufthäfen (Einsatzbasen)

Friedrichshafen, Baden-Oos, Hamburg, Potsdam, Leipzig, Dresden, Liegnitz, Köln, Posen, Königsberg, Allenstein, Düren

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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