Pieschen
Pieschen ist ein Stadtviertel westlich der Dresdner Innenstadt und unmittelbar nördlich der Elbe gelegen. Der Name lässt sich vom sorbischen Wort für "Sand" ableiten. Altpieschen ist ein recht gut erhaltener Dorfkern, in dem der Stadtbaumeister Erlwein Obdachlosenunterkünfte erbaute, die kürzlich saniert wurden. Sehenswert ist das schön renovierte Rathaus, schräg gegenüber steht die Markuskirche. Es gibt mehrere soziokulturelle Einrichtungen, z.B. das Jugendzentrum "Emmers" und den Galvanohof. Berühmt ist die Sicht vom "Pieschener Winkel" auf das Stadtzentrum. Auf der Mole am Hafen stand bis vor kurzem die Plastik "Undine" von Angela Hampel. Pieschen hat ein eigenes Stadtteilfest, das Pieschener Hafenfest.
Pieschen litt unter dem Elbehochwasser 2002, besonders die Häuser neben der Flutrinne.
Die bösartige Betitelung "Fick-Pieschen" entstand laut Heimatforscher-Ehepaar Glodschei (siehe Literaturtipp) in Zeiten, in denen sehr viele kinderreiche Arbeiterfamilien im Stadtteil wohnten.[1]
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[Bearbeiten] Geschichte
- 1408 werden den Gebrüdern Hertel Zinsen und Güter in dem Dorfe Peczschen (Pieschen) bestätigt (1)
- 1412, vier Tage nach Palmarum: Friedrich der Friedfertige stattet das Augustinerkloster in Altdresden aus, mit vier Malter Korn aus dem Landgeschoss des Gerichts zu Dresden, mit Zinsen aus Serkowitz, Mickten, Pieschen und Radebeul (1)
- 1891: Einweihung des Rathauses von Schilling und Graebner
[Bearbeiten] Quellen
- LINDAU, Geschichte der königlichen Haupt- und Residenzstadt, 2. verbesserte Aufl., Dresden 1885
- ↑ André Schramm: Pieschen: Arbeiterviertel mit Imageproblem. In: Wochenkurier vom 21.1.2009
[Bearbeiten] Literatur
- Heidemarie und Heinz Glodschei: Die Geschichte des Dresdner Vorortes Pieschen. 2 Bände. Dresden 2008.
[Bearbeiten] Weblinks
- Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Pieschen”
- Stadtteilportal (dresden-pieschen.de)
- Pieschener Hafenfest
- Metropole Pieschen - Kunst- und soziokulturelle Projekte in und über Pieschen
- Stadtteilzentrum "Emmers"
- Galvanohof