Rabenau

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Marktplatz mit Kirche und Stuhlbrunnen von Peter Fritzsche (2001)
Ansichtskarte von Rabenau von 1908
Polstermöbel Oelsa GmbH

Rabenau ist eine Stadt am Rand des Osterzgebirge, südlich von Freital und Dresden sowie östlich des Tharandter Waldes. Die Stadt selbst liegt auf einem Bergrücken über den Tälern des Oelsabaches einerseits sowie der Roten Weißeritz im Rabenauer Grund andererseits. Für 2007 werden 4.600 Einwohner angegeben. [1]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Gegen Ende des 12. Jahrhunderts entstand auf dem Bergrücken über dem Oelsabach eine deutsche Wehrburg der Burggrafen von Dohna mit einer unter ihr liegenden Burgsiedlung. Für das Jahr 1212 wird Rabenau als oppidum (= lateinisch für "kleine befestigte Landstadt") erwähnt. Die Bezeichnungen für die Ortschaft waren anfangs:

Die Vorherrschaft der Grafen von Dohna über Rabenau endet 1402.

Rabenau gehörte im 19. Jahrhundert innerhalb des Kreisdirektionsbezirks Dresden zum Gerichtsamt Tharandt. Gegen 1860 hat die Stadt 940 Einwohner. [2] Schon frühzeitig entwickelte sich in Rabenau eine Stell- und Stuhlmacherei, so dass die Stadt sich noch heute als Stuhlbauerstadt bezeichnet. Die Tradition der Möbelherstellung reicht in der Stadt bis in das 16. Jahrhundert zurück. Im Laufe der Entwicklung kamen noch eine weitere Möbelfabrik, eine Fabrik für Fotoapparate sowie eine Holzdrechslerei in die die Stadt. [3]

Mit der am 1. November 1882 eröffneten 22,25 Kilometer langen schmalspurigen königlich-sächsischen Staatsbahnlinie von Hainsberg (heute Freital-Hainsberg) nach Schmiedeberg erhielt Rabenau auch Anschluss an die Eisenbahn, wenn auch nur über die Talstation im Rabenauer Grund. In dem engen Tal mussten die Güter weiterhin aufwendig auf Pferdefuhrwerke ab- bzw. umgeladen werden, um sie weiter in die Stadt zu transportieren.

Neben dem Bahnhof Rabenau entstand auch noch im Ortsteil Spechtritz ein Haltepunkt an der 1883 bis Kipsdorf verlängerten Eisenbahnstrecke. Im Spechtritzgrund kann man kurz vor dem Haltepunkt die "Goldstampfe" sehen, einen imposanten Felsblock im Flußbett. Im Fluß selbst wurde früher goldhaltiger Sand gefunden. Die Spechtritzmühle in der Nähe vom Haltepunkt war bis 1885 eine Öl- und Schneidemühle, erhielt aber bereits parallel dazu 1881 das Schankrecht für eine Gastwirtschaft.

Aufgrund der Nähe zum Tharandter Wald und zum Osterzgebirge entwickelt sich Rabenau ab Ende des 19. Jahrhunderts zum Luftkurort. Für Anfang des 20. Jahrhunderts werden für Rabenau bereits 3.246 Einwohner angegeben. [4] Der Ortskern liegt auf 311 Meter über NN, während der Bahnhof im Tal an der Weißeritztalbahn auf einer Höhe von 249 Meter liegt.

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Ernst Eichler, Sachsen, Alle Städtenamen und deren Geschichte, Faber&Faber Verlag GmbH Leipzig, 2007, ISBN 978-3-86730-038-4, S. 106
  2. Pierer's Universal-Lexikon, Band 13. Altenburg 1861, S. 778 auf www.zeno.org
  3. Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 16. Leipzig 1908, S. 538 in www.zeno.org
  4. Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 16. Leipzig 1908, S. 538 in www.zeno.org

[Bearbeiten] Weblinks

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