Robert Henze
Robert Henze (* 8. Juli 1827 - † 3. April 1906) war ein bekannter Dresdner Bildhauer und Professor an der Kunstakademie.
[Bearbeiten] Leben
Als Sohn eines Schlossers erlernte er das väterliche Handwerk und ging als Geselle drei Jahre auf Wanderschaft. Aufgrund seines Zeichentalentes fand er Aufnahme an der Dresdner Kunstakademie und trat 1856 gemeinsam in das Atelier des um ein Jahr jüngeren Johannes Schilling, Meisterschüler von Rietschel, ein und arbeitete ebenfalls unter Hähnel. Später unternahm er eine Studienreise nach Italien.
Im Jahr 1881 wurde er Ehrenmitglied der Dresdner Akademie der bildenden Künste und 1888 erhielt er den Professorentitel.
Nach einem Leben voll Strebens und Schaffens starb der liebenswürdige und trotz seiner Erfolge bescheidene Künstler im Alter von 78 Jahren. Das Grabmal auf dem Alten Annenfriedhof ist seine eigene Schöpfung und stellt eine sich himmelan schwebende Psyche dar. Er wohnte zuletzt in der Chemnitzer Straße 39 pt. und sein Atelier befand sich in der Hohen Straße 54[1].
[Bearbeiten] Werke in Dresden
- Müllerbrunnen in Dresden Plauen (1869)
- ehemalige Germania auf dem Altmarkt (5. März 1871, 1875 fertiggestellt),
- Modell von zwei Viktorien auf Säulen als Siegesschmuck auf der Augustusbrücke (11. Juli 1871)
- Zweiter Semperbau: Gestalten der Gerechtigkeit und Liebe
- Siegesgöttin auf der Glaskuppel der Kunstakademie, sowie Figuren Phantastus und Eros
- Zwickelfiguren über den Bogenfenstern am Neustädter Theater
- Grabdenkmal "Pilger" für Eduard Leonhardi auf dem Wachwitzer Friedhof (1887)
- Bienertgrabmal in Plauen (1897)
- Selbstbildnis als Bronzerelief (1906) und Bronzestatue "Psyche" als Grabmal
Grabmal Bienert
[Bearbeiten] Quellen
- DR. GEORG BEUTEL: »Bildnisse hervorragender Dresdner aus fünf Jahrhunderten«, Dresden 1908
- Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Robert Henze”
- Dresdner Geschichtsblätter
- ↑ Adressbuch Dresden von 1906