Rudolf Sigismund Blochmann
Rudolf Sigismund Blochmann wurde am 13. Dezember 1784 in Reichstädt bei Dippoldiswalde geboren. 1806 geht er zunächst nach München in eine Mechanikerlehre, danach arbeitet er als Assistent von Joseph von Fraunhofer. 1818 wird er nach Dresden gerufen und wird Oberinspektors des Mathematisch-Physikalischen Salons und der Kunstkammer bis 1864.
1819 nahm er in seiner Werkstatt seine erste Gaslaterne in Betrieb, sechs Jahre später, 1825, stellte er diese neue Art der Beleuchtung im Schloss vor. 1828 brannte er schließlich die ersten 36 Gaslaternen vor dem Schloss an, die von seinem im selben Jahr errichteten Gaswerk am Zwingerwall versorgt wurden. Es folgten weitere Gaswerke in Leipzig, Berlin, Breslau und Prag.
Ebenfalls 1828 beteiligt er sich an der Gründung der Königlichen Technischen Bildungsanstalt, bis 1834 leitet er deren praktisch-mechanische Abteilung.
1851 errichtete er für Dresden ein vollwertiges Kanalisationssystem mittels Steinröhren. Nachdem er 1869 in den Ruhestand ging, verstarb er am 21. Mai 1871 in Dresden. Sein Sohn Georg Moritz Sigismund übernahm die Leitung der Berliner Gaswerke.