Technische Universität Dresden
Die Technische Universität Dresden (TUD) ist mit ihren etwa 36500 Studenten und mehr als 7000 Mitarbeitern, darunter über 500 Professoren, die größte und mit ihrer fast 200-jährigen Geschichte eine der ältesten Technischen Universitäten Deutschlands. Als einzige ostdeutsche Hochschule gehört sie zur Gruppe der TU9, in der sich die führenden Technischen Universitäten Deutschlands zusammengeschlossen haben. Mit ihren 14 Fakultäten deckt sie das gesamte Wissenschaftsspektrum ab und ist inzwischen Volluniversität. Der heutige Campus wurde ab ca. 1900 in der Südvorstadt angelegt. Wichtige Außenstellen befinden sich in Johannstadt (Medizin), Strehlen (Philosophie, Pädagogik) und Tharandt (Forstwissenschaften).
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[Bearbeiten] Geschichte
- 1828: Gründung als Königlich-Technische Bildungsanstalt Sachsen unter Leitung von Wilhelm Gotthelf Lohrmann in einem Pavillon auf der Brühlschen Terrasse, im Mittelpunkt der Ausbildung stehen Mechanik und Maschinenbau für die aufkommende Industrialisierung
- 1833: Umzug in den Jüdenhof
- 1851: König Friedrich August II. erhöht die Lehranstalt zur Königlichen Polytechnischen Schule.
- 8. September 1846: Bezug eines Neubaus am Antonsplatz
- 1871: Umbenennung als Königlich-Sächsisches Polytechnikum, es werden auch nichttechnische Fächer wie Volkswirtschaftslehre, Rechtswissenschaft, Philosophie, Geschichte und Sprachen gelehrt
- 1875: Einweihung eines neuen Hauptgebäudes am Bismarckplatz mit sechs Abteilungen (mechanische, Ingenieur-, Hochbau-, chemische, Lehrer- und allg. Abteilung für bildende Wissenschaften)
- 1883: erstmals werden Diplomarbeiten verteidigt
- 3. Februar 1890: Erhebung zur Technischen Hochschule unter Federführung von Gustav Anton Zeuner, Einführung des Wahlrektorats
- 1900: Gewährung des Promotionsrechts
- 12. Februar 1902: Verabschiedung eines Statuts, nach dem die TH die vollständige wissenschaftliche bzw. künstlerische Ausbildung für technische Berufe und Lehrberufe in technischen Bereichen anbietet. Die TH untergliedert sich in die Abteilungen Hochbau, Bauingenieurwesen/Geodäsie, Mechanik, Chemie und Allgemeines (Naturwissenschaften, Pädagogik, Philosophie, Ökonomie usw.)[1]
- 1. April 1929: die Forstakademie Tharandt wird angeschlossen
- 5. Oktober 1961: feierlicher Festakt anlässlich des Statuswechsels von der TH Dresden zur Technischen Universität
- 1968: FDJ-Studentenclub "Bärenzwinger" eröffnet
- 1992: die TUD wird Volluniversität, dafür werden neue Institute auf den Gebieten Jura, Wirtschaft, Philosophie, Architektur gegründet und vormalig selbstständige Dresdner Hochschulen (Medizinische Akademie, Verkehrshochschule, Pädagogische Hochschule) integriert
- 2006: Dresden ist Stadt der Wissenschaft; Gründung der TU9 German Institutes of Technology e. V. als Zusammenschluss der neun führenden Technischen Universitäten
- 2012: Die TU wird Eliteuniversität. Ab 1. Oktober heißt die Fakultät Forst-, Geo- und Hydrowissenschaften nunmehr Fakultät Umweltwissenschaften
Zellescher Weg (vor 1956)
Görges-Bau Hallwachsstraße
Zeuner-Bau
[Bearbeiten] Exzellenzinitiative
2009 unterzeichnete die TUD gemeinsam mit allen Dresdner Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft, der Max-Planck-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft und der Leibniz-Gemeinschaft einen Kooperationsvertrag. In Dresden haben sich mehr solcher renommierten, öffentlich-rechtlichen Institute angesiedelt als selbst in München, Aachen, Karlsruhe oder Berlin. Dieses Netzwerk mit der Forschungsallianz DRESDEN-concept stellt somit einen Standortvorteil dar, den die Technische Universität in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen um den Status einer Eliteunversität rückte. Nach dem Scheitern in der ersten Bewertungsrunde konnte sich die TU am 15. Juni 2012 erfolgreich durchsetzen.
[Bearbeiten] Bekannte Professoren
Werner Albring | Eugen Alt | Hermann Alt | Heinrich Barkhausen | Karl Beger | Max Buhle | Rudolf Sigismund Blochmann | Wolfgang Bobeth | Max Boetius | Karl Victor Böhmert | Ruth Erika Bordag-Wettengel | Carl Oscar Drude | Hanns Bruno Geinitz | Ernst Giese | Cornelius Gurlitt | Anton Heger | Eberhard Hempel | Walther Hempel | Lieselott Herforth | Hermann Theodor Hettner | Julius Ambrosius Hülße | Karl Jordan | Victor Klemperer | Claus Koepcke | Hermann Krone | Wilhelm Gotthelf Lohrmann | Christian August Nagel | Friedrich Wilhelm Neuffer | Ernst Erwin Oehme | Bernhard Pattenhausen | Horst Karl Peschel | Gerhart Potthoff | Günter Preißler | Klaus-Jürgen Richter | Sophus Ruge | Oskar Schlömilch | August Seebeck | Richard Steche | Horst Strobel | August Toepler | Georg Treu | Heinrich Tscharmann | Klaus Wächter | Paul Wallot | Reinhold Freiherr von Walther | Oskar Walzel | Günter Weise | Waldemar Wolff | Gustav Anton Zeuner | Manfred Zschweigert
[Bearbeiten] Einrichtungen
Botanischer Garten | Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek Dresden | Universitätsklinikum | Bärenzwinger
[Bearbeiten] Verkehrsverbindungen
Die B 170 verläuft durch das Campus-Gebiet. Das Areal ist aber auch durch den öffentlichen Nahverkehr gut erschlossen:
Linie 3 | Linie 8 | Linie 11 | Linie 66 | Linie 85
[Bearbeiten] Siehe auch
- Liste von Gebäuden der TU Dresden
- Liste von Rektoren der TU Dresden
- Liste von Instituten der TU Dresden
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ Adressbuch der Stadt Dresden, 1904
- Offizielle Webpräsenz „Technische Universität Dresden”
- Reiner Pommerin, Thomas Hänseroth, Dorit Petschel: 175 Jahre TU Dresden: Geschichte der TU Dresden 1828-2003, Bd. 1, Böhlau Verlag Köln Weimar, 2003