Bodenbacher Straße
Die Bodenbacher Straße ist Teil eines alten Verkehrsweges von der Stadt in östliche Richtung nach Pirna. Die Umbenennung erfolgte 1903 nach der Richtung nach der bömischen Elbstadt Bodenbach (Tetschen-Bodenbach[1], jetzt Decin in der Tschechischen Republik).
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[Bearbeiten] Geschichte
Dieser alte Verkehrsweg führte anfangs durch den jetzigen Großen Garten. Nach dem Errichten des Großen Gartens führte der Weg entlang der heutigen Stübelallee. Ab der Kreuzung Müller-Berset-Straße (also ab der Flurgrenze zwischen Johannstadt und Striesen) beginnt die damalige Pirnaische Chaussee. Ab der Kreuzung mit der Karcherallee führte sie zur heutigen Kreuzung Bodenbacher Straße/Tetschener Straße. Danach entspricht dieser Weg in östlicher Richtung dem Verlauf der heutigen Bodenbacher Straße. Die Fortsetzung im Ortsteil Dobritz nennt sich heute Pirnaer Landstraße und führt über Leuben/Großzschachwitz/Sporbitz bis an die Stadtgrenze zu Heidenau.
In einer Akte von 1878 (I/II/E/22 vom 11.09.1878) wird die Straße als Pirnaische Chaussee bezeichnet. Auf der Gemeinderatssitzung vom 4. Januar 1882 beschloß man: „Die an der pirnaischen Chaussee liegenden Häuser erhalten den Namen Pirnaische Straße “ (Gemeindebuch 1878-1899, Akte I/A/31b). Unter diesem Namen taucht sie 1897 im Adressbuch von Gruna und Seidnitz auf. 1899 wird die Straße in einer Akte Pirnaer-Landstraße genannt.
Laut Bekanntmachung der Stadt Dresden vom 2. August 1901 und wirksam ab 1. Januar 1902 (siehe bspw. in Akte 377, S. 47, der Gemeinde Blasewitz) wurde mit der Eingemeindung von Gruna zu Dresden die Straße in beiden Vorstädten Striesen und Gruna mit Pirnaische Straße bezeichnet und neu durchnummeriert. Allerdings gab es in Dresden bereits eine Straße mit diesem Namen. Deshalb erfolgte 1903 die Umbenennung in Bodenbacher Straße (in Gruna und Seidnitz). Mit der Bebauung am Beginn der Bodenbacher Straße wurde der Straßenverlauf dahingehend verändert, dass sie rechtwinklig von der Karcherallee abzweigt. Der Teil der jetzigen Stübelallee verlor den Namen Pirnaische Straße.
[Bearbeiten] Adressen (Auswahl)
- Nr. 14: Seminar für Haushaltungslehrerinnen (um 1910)[2]
- Nr. 154: Mehrzweckhalle "MargonArena"
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ HANTZSCH, Namenbuch der Straßen und Plätze Dresdens, 1905
- ↑ Fotografien in der Ausstellung "Mosaik der Großstadt", Stadtmuseum Dresden, September 2012