Christian Ludwig von Hagedorn

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Christian Ludwig von Hagedorn

(* 14. Februar 1712 in Hamburg; † 24. Januar 1780 Dresden)

Christian Ludwig von Hagedorn war ein Kunstliebhaber und Radierer sowie Direktor der Dresdner Kunstakademie.

Als Sohn eines dänischen Staatsrates erhielt er eine sorgfältigte Erziehung, studierte an den Universitäten Halle und Jena und entschied sich für die diplomatische Laufbahn. Zur Kunst hatte er schon frühzeitig, besonders durch seine kunstübende Mutter Anregung erhalten, doch übte er sie mehr zu seinem Vergnügen aus.

Hagedorn wurde 1735 in den kursächsischen diplomatischen Dienst übernommen. Er vertrat das Land in Wien, Mainz, Mannheim, Düsseldorf und Bonn.[1] Hagedorn war für seine umfassenden Kenntnisse auf den Gebieten der Künste berühmt und war selbst praktischer Künstler. So malte er Landschaften und versuchte sich auch mit der Radiernadel. Den meisten Ruhm erwarb er sich aber durch seine "Betrachtungen über die Mahlerei", die 1762 herauskamen. Dieses Werk galt als bedeutende Quelle über Kunst und Kunstgeschmack, verlangte aber eine sehr tiefgründige Beschäftigung mit der Thematik und war so mehr den Künstlern selbst als den bloßen Kunstinteressierten gewidmet. Hagedorn hat mit diesem Buch der ästhetischen Anschauung seiner Zeitgenossen geraume Zeit ihre Richtung verliehen. Er stellte auch dar, dass ein Kunststudium vor allem aus dem Stdium der Werke berühmter Meister bestehen solle.

1763 wurde Hagedorn Geheimer Legationsrat und als Generaldirektor der sächsischen Kunstakademien und dazugehörigen Galerien stand er ab 1764 sowohl der Allgemeinen Kunst-Academie der Malerey, Bildhauer-Kunst, Kupferstecher- und Baukunst als auch der Gemäldegalerie vor. Durch diese Personalunion war es ihm möglich, sein Konzept einer Ausbildung durch Studium der Werke der Meister zu verwirklichen. Zu den Mitbegründern der Kunstakademie zählten auch Charles Hutin als künstlerischer Direktor, Bernardo Bellotto und Giovanni Battista Casanova. Später holte Hagedorn u. a. Anton Graff und Johann Eleazar Zeissig als Lehrer an die Akademie.

[Bearbeiten] Quellen

  1. Löhneysen, Wolfgang Freiherr von, „Hagedorn, Christian Ludwig von“, in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 465 f

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