Körnerweg

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Klengel-Gedenkstein
Körnerweg Nähe Saloppe

Als Körnerweg bezeichnet man die vom Körnerplatz abgehende Straße an der Elbe, die später zu einem Elbpfad wird. Sie führt am ehemaligen Körnerhaus (Nr. 6) und dem Körnerfries und einer Sandstein-Kugel, dem Klengel-Gedenkstein vorbei.

Im Körnerweg Nr. 2 wohnte der Historiker Heinrich Theodor Flathe, in der Nr. 8 der Glasmaler Josef Goller und in der Nr. 12 die Schauspielerin Pauline Ulrich.

Radfahrern ist zumindest der Abschnitt zwischen Körnerplatz (Blauem Wunder) und unterhalb der Elbschlösser nicht zu empfehlen, da er mit alten Pflastersteinen belegt ist.

[Bearbeiten] Geschichte

Der Körnerweg hat in Loschwitz seinen heutigen Namen bereits um 1862 erhalten. Eine genaue Jahreszahl ist bisher nicht bekannt. Vorher wurde der Weg, der von den Loschwitzern seit alter Zeit benutzt wurde, um nach Dresden (Altendresden) zu gelangen, mit Ledergasse bezeichnet. Die Bezeichnung soll mit Bezug auf die Richtung zum Haus des Weinbergbesitzers "Leder" vorgenommen sein. Es gibt auch die Deutung, dass die Herleitung des Wegenamens "vom Markttreiben der Lederhändler" erfolgte (was nach Informationen des Stadtmuseums ausgeschlossen wird). Der Name Körnerweg wurde in Akten von Loschwitz erstmals 1895 gefunden. Wenn auch das Jahr der Benennung nicht klar ist, ist der Namenspatron bekannt: die Familie Körner.

Christian Gottfried Körner (Vater des Dichters und Freiheitskämpfers Theodor Körner) erwarb 1785 einen an dem Weg gelegenen Weinberg und verlegte dorthin auch seinen Sommersitz (Hausnummer 6). Unter anderem weilte auch Friedrich Schiller in diesem Sommerhaus.

Der Weg führt bis nach Dresden hinein. Bis zur Flurgrenze, etwa in der Nähe des Loschwitzer Wasserwerkes (Wasserwerk Saloppe), an der Einmündung der Brockhausstraße, trägt der Weg noch seinen Namen. Auf Dresdner Flur, früher Antonstadt, heute Radeberger Vorstadt, hatte der Weg offensichtlich keinen Namen. Er wurde aber wahrscheinlich manchmal auch als Elbuferweg bzw. Elbuferstraße bezeichnet. Auf dem Stadtplan von 1935 ist aber kein Name eingetragen.

Nach der Eingemeindung von Loschwitz erhielt der Weg ab dem 1. Juni 1926 die Bezeichnung Am Körnergarten, die aber keinen Bezug zur Familie von Theodor Körner hat. So richtig wurde der Name nicht verwendet. Deshalb beschloss man mit Datum 24. März 1927 die Rückbenennung in Körnerweg. In den 1950er Jahren wurde dieser Name auch auf den durch die Radeberger Vorstadt verlaufenden Wegeabschnitt übertragen.

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