Fernsehturm

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Fernsehturm vom Eichendorffsteig aus gesehen

Der Dresdner Fernsehturm ist 252 Meter hoch und war nach dem Berliner Fernsehturm (368 m) zweithöchstes Bauwerk mit touristischen Einrichtungen in der DDR. Die Spitze des Bauwerkes in Wachwitz überragt den Elbpegel um 373 m und sein Fuß befindet sich 230 m über dem Meeresspiegel. Der Schaft des Bauwerkes besteht aus Stahlbeton und hat einen Durchmesser von 21 Metern, der im Boden in sechs Meter Tiefe im Lausitzer Granit verankert ist. Sein Gesamtgewicht beträgt 7.300 t. Bei den Entwürfen ließ sich Architekt Kurt Nowotny von einem Sektglas inspirieren.[1]

Erbaut wurde der Fernsehturm zwischen 1963 und 1969. Am 15. Dezember 1965 konnte Richtfest gefeiert werden.[2]

Zu DDR-Zeiten lockten in luftiger Höhe eine Aussichtsplattform und ein Turm-Café. Ein Fahrstuhl brachte die jährlich rund 200.000 Besucher nach oben. Das Fernsehturm-Restaurant hatte von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die 152 Plätze auf den zwei Café-Etagen waren immer heiß begehrt. Die KöchInnen arbeiteten in einer winzigen Küche in 145 Meter Höhe. Letzter Küchenchef war von 1984 bis Ende 1991 Thomas Ludwig. Auf der Speisekarte standen in den 80er Jahren beispielsweise Kinderbowle, Ungarische Salami mit Delikateßgurke, Brot und Butter für 6,55 Mark, Rinderfilet mit Champignons und Kräuterbutter auf Toast zu 8,15 Mark und natürlich der DDR-Gastronomie-Klassiker Würzfleisch gratiniert mit Zitrone und Toast für 6,25 Mark. Mittags waren zusätzlich "Schweinssteak 'Budapest' mit pommes frites" (6,35 Mark) und "2 Schweinsmedaillons mit Ananas, junge Erbsen und pommes frites" zu 6,90 Mark im Angebot.[3]

Nach der Wiedervereinigung übernahm die Telekom als Eigentümer den Fernsehturm. Ende 1991 wurde das Turm-Café geschlossen. Seitdem ist der Dresdner Fernsehturm nicht mehr für Gäste zugänglich. Er dient nur noch als Sendemast für alle terrestrisch ausgestrahlten Fernsehsender und die meisten Radiosender in Dresden.

[Bearbeiten] Förderverein Fernsehturm

Weil der Fernsehturm Besuchern nicht offen steht, hat sich 2004 der Förderverein Fernsehturm Dresden e.V. gegründet. Er will aus dem Fernsehturm wieder ein Ausflugsziel machen. Eine nötige Sanierung würde jedoch 10 Millionen Euro kosten.[4]

[Bearbeiten] Erreichbarkeit

[Bearbeiten] Quellen

  1. Christina Landwehr-Rading: Dresdner Fernsehturm - Einsatz für ein Wahrzeichen. In: LexiTV. MDR Fernsehen, 24.4.2012.
  2. Institut und Museum für Geschichte der Stadt Dresden (Hrsg.): Kleine Dresden-Chronik 1949-1969. Dresden 1969. S. 55.
  3. Christina Landwehr-Rading: Dresdner Fernsehturm - Einsatz für ein Wahrzeichen. In: LexiTV. MDR Fernsehen, 24.4.2012.
  4. Christina Landwehr-Rading: Dresdner Fernsehturm - Einsatz für ein Wahrzeichen. In: LexiTV. MDR Fernsehen, 24.4.2012.

[Bearbeiten] Weblinks

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