Kreuzkirche
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Die Dresdner Kreuzkirche befindet sich am Altmarkt nahe dem Rathaus. Die Musik bei Gottesdiensten und Vespern in der Kreuzkirche gestaltet üblicherweise der Dresdner Kreuzchor. Als Leiter des berühmten Knabenchores fungiert der Kantor der Kreuzkirche.
[Bearbeiten] Geschichte
- 1168: vermutlich aber schon zu Beginn des 12. Jahrhunderts zwischen Stadtmauer und Markt als eigene Kirche der hier ansässigen und offensichtlich wohlhabenden Kaufleute an einer bedeutenden Handelsstraße erbaut und dem heiligen Nikolaus oder Nicolai, dem Schutzpatron der Händler geweiht.
- 1234: Constantia von Österreich, Gemahlin des Landesherrn Heinrich III., stiftet der Nicolaikirche eine Kreuzesreliquie, für die zunächst eine Seitenkapelle angebaut wird. Infolge zunehmenden Pilgerzustromes übertrug sich der Name auf die Kirche selbst.
- 1319: Nach der erneuten Zerstörung der Elbbrücke durch Hochwasser schreiben 13 in Avignon versammelte Erzbischöfe und Bischöfe einen 40tägigen Ablass für alle aus, die an bestimmten Festtagen die Kreuzkirche in Andacht und Gebet besuchen. Die Opfergaben sollten zum Brückenbau beitragen.
- 1388: Die Nicolaikirche wird am 10. Juni offiziell neu geweiht auf den Namen "Kirche zum Heiligen Kreuz".
- 1568: Taufstein von Hans Walther II.
- 1572: Altar der Kreuzkirche von Hans Walther
- 1573: in der Kreuzkirche werden weiße Fenster eingesetzt[1]
- 1791: Der Dresdner August Sigismund Weinhold gießt das Geläut für die Kreuzkirche.
- 1897: Beim Brand der Kreuzkirche werden auch die Weinhold-Glocken zerstört oder unbrauchbar. Lediglich die Glocken, mit denen die Viertel- und die volle Stunde markiert werden, bleiben erhalten und werden noch heute genutzt.
- 1899: In der Glockengießerei Franz Schilling, Apolda, entstehen fünf neue Bonzeglocken. Zusammen wiegen sie rund 28,5 Tonnen und sind damit das drittschwerste Bronzegeläut Deutschlands (nach dem Kölner Dom und dem Münster in Konstanz). Die Inschriften und Jugendstil-Verzierungen an den Glocken gestalten die Dresdner Architekten Schilling und Graebner. Sie zeichnen zudem 1900 für die Innenraum-Gestaltung der Kreuzkirche verantwortlich.
- 6. März 1900: Die neuen Glocken werden auf dem Altmarkt geweiht.
- 1939-1945: Die Glocken der Kreuzkirche werden anders als vorgesehen nicht zu Rüstungszwecken eingeschmolzen. Damit sind sie das einzige der fünf Geläute über 20 Tonnen aus der Apoldaer Glockengießerei Schilling, das den Zweiten Weltkrieg übersteht.
- Januar bis Mai 2011: Instandsetzung des Glockenstuhls (Glocken-Befestigung, Läutetechnik, Elektrik)
[Bearbeiten] Trivia
Manfred Stolpe, ehemaliger Bundesverkehrsminister und brandenburgischer Ministerpräsident, heiratete im Jahr 1961 seine Freundin Ingrid in der Kreuzkirche.[2]
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ SEIDLITZ, Woldemar von: Die Kunst in Dresden vom Mittelalter bis zur Neuzeit, Dresden 1921
- ↑ http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2936432
- Tafel zum Geläut im Turm der Kreuzkirche