Woldemar Hottenroth
Woldemar Hottenroth (* 20. August 1802 in Blasewitz; † 6. September 1894 in Wachwitz) war ein bekannter romantischer Maler des 19. Jahrhunderts.
Hottenroth wurde am Schillerplatz 10 geboren. Edmund Hottenroth war sein jüngerer Bruder. Ihre Vorfahren gehörten zu jenen Italienern, die wegen des Baues der Hofkirche nach Dresden gekommen waren. Der Vater arbeitete als Kammerdiener von Königin Marie Amalie von Pfalz-Zweibrücken.
Als Schüler von Prof. Ferdinand Hartmann wurde Hottenroth an der Kunstakademie, die er von 1816 bis 1827 besuchte, auch durch die Landschaftsbilder von Caspar David Friedrich und Johan Christian Clausen Dahl geprägt. Mit einem Reisestipendium als 1. akademischen Preis ging er 1830 mit seinem Bruder nach Italien. 1844 kehrte Woldemar Hottenroth nach Deutschland, 1854 nach Dresden zurück. Am Steinberg 15 erwarb die Familie ein Sommerhaus.
Hottenroth wurde auf dem Loschwitzer Friedhof beigesetzt. 1931 erhielt die Hottenrothstraße seinen Namen, die Agneshöhe erinnert an seine Frau.
[Bearbeiten] Werke
Neben Selbstporträts und Bildnissen von Familienangehörigen sowie einigen Motiven aus Italien wurden v. a. Bilder vom Elbhang bekannt. Das Porträt seines Vaters, Franz Aloys Hottenroth, befindet sich wie "Erminia bei den Hirten", "Dominikanermönch", "Albaneserinnen", "Bildnis einer jungen Dame", "Junge Dame vor dem Kamin", "Albanergebirge bei Rom", "Bildnis eines Herrn" und "Tiberpartie" in der Galerie Neue Meister. In "Die Pfifferari in Loschwitz" sind Münzgraveur Reinhard Krüger und der Maler Ludwig Richter unter den Zuschauern zu sehen (Stadtmuseum). Aus dem Jahr 1870 stammt die Zeichnung "Keppgrund bei Hosterwitz" in der Städtischen Galerie.[1]
[Bearbeiten] Quellen
- Rede zur Enthüllung der Gedenktafel am Geburtshaus der Maler Woldemar und Edmund Hottenroth in Blasewitz, Schillerplatz 10 im Elbhang-Kurier
- Straßen Wachwitz bei dresdner-stadtteile.de
- Friedrich von Boetticher: Malerwerke des neunzehnten Jahrhunderts: Beitrag zur Kunstgeschichte, 1891, S. 578