Militärhistorisches Museum

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Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
Panoramafoto vom Vorplatz des ehemaligen Arsenals
Gesamtansicht des ehemaligen Arsenals und heutigen Museums im November 2011

Das am Olbrichtplatz gelegene Militärhistorische Museum wurde von 1873 bis 1879 als Arsenal der Dresdner Garnison in der nach dem sächsischen König Albert benannten Albertstadt erbaut. Es dient heute als Museum und beherbergt Objekte aus über 600 Jahren deutscher Militärgeschichte vom Mittelalter bis in die Gegenwart.

[Bearbeiten] Geschichte

Gebaut als königlich-sächsisches Arsenal während der ersten Bauphase der Albertstadt (1873-1879) war das Gebäude der zentralste und beeindruckendste Bau der ehemaligen Militärstadt. Es wurde am Mittelpunkt der ehemals drei Kilometer langen Heerstraße in der Nähe der Königsbrücker Straße auf einer leichten Anhöhe errichtet. Später gehörte das Arsenal als Hauptgebäude zum sogenannten Königsplatz.

Seit 1897 war eine Besichtigung der Arsenalssammlung für Dresdner und andere möglich. Als sächsisches Arsenal, das bis 1918 in dieser Nutzung verwendet wurde, bestand es aus:

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte die Nutzung als Stadthalle bis 1965, u.a. für den Dresdner Weihnachtsmarkt sowie für Messe- und Tanzveranstaltungen. Ab 1972 erfolgte in dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude die Nutzung wieder als Museum, das "Armeemuseum der DDR". Nach der politischen Wende wurde 1990 das "Armeemuseum" von der deutschen Bundeswehr übernommen und in "Militärhistorisches Museum" umbenannt.

Besondere Ausstellungsstücke sind der Brandtaucher, der Raumanzug von Sigmund Jähn (der erste Deutsche im Weltall), der Landeapparat von Sojus 29 und das älteste europäische Riesengeschütz ("Faule Magd").

Nach einem umfassenden Umbau sowie der Umgestaltung des Innen- und Außengebäudes nach einem Entwurf von Daniel Libeskind wurde die historische Fassade der zur Stadt gerichteten Frontseite durch eine über alle Etagen gehenden Stahl- und Glaskeil durchbrochen, was innerhalb der Dresdner Bevölkerung und auch über die Stadtgrenzen hinweg zu kontroversen Diskussionen führte.

Das neue Militärhistorische Museum der Bundeswehr wurde schließlich am 14. Oktober 2011 feierlich eingeweiht und einen Tag später offiziell für Besucher eröffnet. Seitdem konnten bis zum 1. April 2012 alle interessierten Gäste mit einem kostenlosen Eintritt einen Eindruck des neuen Konzeptes bekommen. Seit dem 2. April 2012 sind Eintrittspreise zu bezahlen.

Das Museum liegt im Norden der Stadt und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln der Straßenbahnlinien 7 und 8 sowie der Buslinie 64 der Dresdner Verkehrsbetriebe in der Nähe der Haltestelle Stauffenbergallee zu erreichen. Auf dem Weg von der Straßenbahnhaltestelle zum Museum läuft der Besucher durch eine kleine parkähnliche Anlage am Olbrichtplatz, wo nach der politischen Wende in der DDR das sowjetische Ehrenmal umgesetzt wurde, das zu DDR-Zeiten am damaligen "Platz der Einheit", dem heutigen Albertplatz stand.

[Bearbeiten] Weblinks

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